Schlaf

Wie viel Schlaf braucht ein Hund?

Wie viel Schlaf braucht ein Hund?

Das ist eine Frage, die sich Hundehalter sehr oft stellen, vor allem, wenn der erste Welpe oder der erste Hund im neuen Zuhause einzieht.

Häufig wird das Ruhebedürfnis des Hundes falsch eingeschätzt und der Mensch hängt dem Irrglauben nach, dass permanente Action und Bespaßung nötig ist, um den Hund auszulasten.

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Schlaf und Ruhe sind lebenswichtig

Genauso wie für uns Menschen sind Ruhe und Schlaf auch für Hunde sehr wichtig. Und genauso wie bei uns führt anhaltender Schlafmangel auch beim Hund zu erheblichen, gesundheitlichen Problemen.

Im Schlaf werden Erfahrungen, Eindrücke und Geschehnisse des Tages verarbeitet. Und du kennst es von dir selber: Je aufregender und anstrengender so ein Tag war, desto tiefer schläfst du. Waren Erlebnisse dabei, die dich besonders aufgewühlt haben, kann es auch ein unruhiger Schlaf sein. Das kannst du bei deinem Hund ebenso beobachten.

Hunde haben jedoch ein höheres Schlafbedürfnis als wir Menschen. Ein Mangel an Schlaf führt zum Anstieg des Stress- und Cortisolspiegels und Hunde benötigen einfach wesentlich länger, um diesen Spiegel wieder abzubauen und sich zu regenerieren.

Schlafmangel und die Folgen

In wissenschaftlichen Experimenten hat man nachgewiesen, dass Schlaf für Hunde sogar wichtiger ist als Nahrung.

Die Hunde wurden mit akustischen Reizen vom Schlafen abgehalten. Während des Experiments zeigte sich, dass die Hunde verschiedene Phasen durchlaufen:

  1. Phase: Die Hunde sind überdreht
  2. Phase: Die Hunde sind unkonzentriert, grobmotorisch und fahrig
  3. Phase: Die Hunde sind nervös und schnell reizbar
  4. Phase: Die Hunde sind anfälliger für Krankheiten und werden häufig aggressiv
  5. Phase: Die Hunde erleiden schwere und oft chronische Erkrankungen, die bis zum Tod führen können

Interessant ist, dass diese Phasen unterschiedlich lang andauern und je nach Hunderasse auch verschieden ausgeprägt sind. So dauert es zum Beispiel bei Terriern länger als bei Retriever-Rassen bis sie in das Stadium der schweren Krankheit fallen. Und sie sind länger und auffälliger aggressiv als letztere.

Schlafmangel ist also für Hunde sehr belastend und kann neben gesundheitlichen Problemen auch Verhaltensauffälligkeiten zur Folge haben.

Wie viel Schlaf und Ruhe braucht ein Hund also?

Der Schlafbedarf eines Hundes hängt von vielen verschiedenen Faktoren

ab. Hier spielen Alter, Gesundheitszustand, Rasse und Aktivität eine Rolle. Große Hunderassen schlafen z.B. in der Regel mehr als kleine Rassen. Gleichzeitig ist der Schlafbedarf aber, genau wie bei uns Menschen, auch von Hund zu Hund individuell.

Generell lässt sich jedoch sagen, dass ein erwachsener Hund zwischen 18 und 20 Stunden Schlaf/Ruhe am Tag benötigt.

Bei Welpen und kranken/älteren Hunden sind es sogar 20 – 22 Stunden pro Tag.

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Einhalten der Schlafzeiten

Die Verantwortung dafür, dass dein Hund genügend Schlaf/Ruhe bekommt liegt in erster Linie bei dir als Hundehalter.

Viele Hunde haben es im Laufe der Zeit verlernt, ihr eigentlich angeborenes Schlaf- und Ruhebedürfnis zu zeigen. Sie ziehen es vor, bei jeder Aktivität des Menschen sofort parat zu stehen und mitmischen zu wollen. Kein Wunder, denn unsere Haushunde wurden schließlich dazu gezüchtet, immer motiviert, gehorsam und einsatzbereit zu sein. Das trifft vor allem auf die Jagdhunde-, Wachhunde-, Herdenschutzhunde- und Hütehunderassen zu. Aber auch viele weitere Rassen sind mit dem Ziel gezüchtet worden, bestimmte Aufgaben für den Menschen zu übernehmen.

All diese Hunde werden ein Angebot durch den Menschen zu gemeinsamer Aktivität in den seltensten Fällen ablehnen.

Daher ist es um so wichtiger, dass du als Hundehalter darauf achtest, dass dein Hund ausreichende Schlaf- und Ruhezeiten bekommt.


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Ist es nicht besser, den Hund ordentlich auszupowern?

Diese Frage kann ganz klar mit NEIN beantwortet werden!

Leider glauben immer noch viel zu viele Hundehalter (und sogar auch

Hundetrainer), dass sie ihrem Hund mehr Action bieten, ihn auspowern

müssen, um ihn müde zu bekommen.

Aber genau das Gegenteil ist dann die Folge: Der Hund wird noch unentspannter.

Wie heißt es so schön? Nach müd´ kommt blöd!

Je mehr Action du deinem Hund bietest, desto aufgeputschter wird er.

Das Ganze wird zu einem Teufelskreis….

Warum ist Auspowern kontraproduktiv?

Aktivitäten wie Radfahren oder joggen führen z.B. einfach nur dazu, dass der Hund mehr Kondition aufbaut und dementsprechend auch immer weitere

Strecken benötigt, um ausgepowert zu sein. Irgendwann kannst du dann auch stundenlang mit dem Fahrrad unterwegs sein und dein Hund wird danach nicht müde sein. Eigentlich logisch oder?!

Bei sportlichen Aktivitäten wie Agility, Frisbee spielen, Flyball usw. steigt der Stresslevel beim Hund enorm an. Die Stresshormone Cortisol und Adrenalin werden ausgeschüttet. Dadurch werden die Instinkthandlungen verstärkt und dein Hund reagiert nur noch impulsiv.

Hat dein Hund also z.B. einen Jagdtrieb, verstärkst du damit den Jagdinstinkt. Hast du also einen eh schon unruhigen Hund zu Hause, solltest du ihn nicht auch noch weiter hoch puschen.

Der Abbau von Adrenalin dauert teilweise bis zu einer Woche! Ausgeglichenheit erreichst du damit demnach sicherlich nicht.

Und auch wenn du mit deinem Hund permanent und stundenlang unterwegs bist, kann das zu einer Überforderung und damit Stress führen.

Bilder, Gerüche, Geräusche…. all diese Eindrücke müssen verarbeitet werden und das geht nur mit Schlaf und Ruhe!

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Bitte tu also dir und deinem Liebling den Gefallen und achte auf die

angegebenen Schlaf- und Ruhezeiten.


Wenn du Hilfe dabei benötigst, deinem Hund Ruhe beizubringen, wende dich an mich.

Ich hab schon vielen überdrehten Hunden helfen können und sowohl Hund als auch Halter damit das Leben wesentlich erleichtert.


Ich freu mich von Ihnen zu hören

Ich freu mich auf unser Seminar

Für Fragen oder Anfragen

Meine Philosophie

"Eine harmonische Mensch Hund Beziehung basiert auf gegenseitigem Vertrauen"

Ich möchte gemeinsam mit Ihnen eine individuelle, tragfähige Grundlage für ein glückliches und zufriedenes Mensch/Hund-Leben schaffen. Das heisst Missverständnisse in der Mensch / Hund Kommunikation zu klären und durch gezieltes Training abzubauen. Ich möchte Ihnen die wesentlichen Verhaltensregeln in der Hundeerziehung vermitteln.

Hunde kommunizieren nie mit einzelnen Signalen. Mimik, Blickkontakte sowie Körperhaltung und auch die Lautgebung vermitteln eine Sammelinformation, wenn sie miteinander oder mit uns "reden". Obwohl Hunde überwiegend Beobachtungstiere sind, verstehen sie sehr wohl auch mehrere unserer Wörter. Komplizierte Satzstrukturen bleiben Ihnen aber ein Rätsel.

Da unsere Körpersprache für Hunde oft im Gegensatz zu dem von uns Gesagten und Gemeinten steht, kommt es sehr häufig zu Missverständnissen im Umgang miteinander. Dabei sehe ich mich als Dolmetscher zwischen Hund und Mensch. Je klarer unsere Anweisungen werden, umso einfacher und harmonischer wird das Zusammenleben.

Meine Arbeit und mein Wissen basieren auf den Erkenntnissen moderner Verhaltensforschung, der wissenschaftlichen Lerntheorie sowie dem gesunden Bauchgefühl des Menschen im Umgang mit einem ihm anvertrauten Lebewesen.

Zu erwähnen sei noch, dass ich ohne jegliche Hilfsmittel arbeite und die Fairness gegenüber dem Hund bei mir an allererster Stelle steht. Unter Hilfsmitteln verstehe ich zum Beispiel Futter, Rappeldosen, Wasser in Flaschen oder Spritzpistolen, Leinenruck, die Leine generell als Korrekturmittel, Stachel-, Teletac oder Zugstopphalsbänder ohne Stopp. Mit solchen Mitteln habe ich noch nie und werde ich auch niemals arbeiten. Meine Arbeit beruht stark darauf wie Sie sich selbst verändern. Sicherlich ist es immer einfacher, dem Hund mit diversen Mitteln klar zu machen, dass Sie bestimmte Dinge nicht wollen, aber es ist im Prinzip nur ein Verdrängen von den eigentlichen Problemen. Ich möchte nicht, dass Ihre Hunde eingeschüchtert werden. Eine harmonische Mensch Hund Beziehung basiert auf gegenseitigem Vertrauen.


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